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Unsere Geschichte ...

Bis 1991 gab es in Österreich friedenspolitisches Engagement. Dies endete mit dem Ende des sogenannten "Kalten Krieges". Durch den Krieg in Europa in Jugoslawien ergaben sich vollkommen neue Fragen.

Friedenspolitisches Engagement in Österreich galt bis zum Jahr 1991 vor allem der Prävention, dem Protest gegen die Aufrüstungspolitik von USA und damaliger UdSSR, gegen absurde Waffenankäufe in Östereich. Mit den Auseinandersetzungen zwischen Slowenien und Jugoslawien änderte sich die Situation schlagartig: ein Krieg in Europa, in einem Nachbarland warf völlig neuartige Fragen auf. Die Antwort der ARGE für Wehrdiensterweigerung und Gewaltfreiheit bestand darin, die jugoslawischen Kriegsdienstverweigerer zu unterstützen. Dies beinhaltete die das Angebot, bei der Asylantragstellung behilflich zu sein, weiters eine breit angelegte Initiative, kurz- und langfristige Privatquartiere zu finden. Wesentlich war aber auch, den Blick der Öffentlichkeit auf die Verweigerer zu lenken. Wer wußte damals schon, daß rund ein Drittel der Einberufenen verweigerten?

Eigentlich war keine Beratungsstelle geplant, im Winter 1991. Sondern ein vorübergehendes Projekt für serbische und kroatische Kriegsdienstverweigerer, für Deserteure, die in Österreich um Asyl ansuchten. Es kam nicht zur Überflüssigkeit, sondern zu mehr und mehr KlientInnen. Im Lauf der letzten neun Jahre veränderten sich die Herkunftsländer und Konfliktsituationen, aber nicht die Grundproblematik.

Damals wie heute geht es darum, dass Menschen ihr Land verlassen, weil sie dort aus unterschiedlichsten Gründen keine Perspektive mehr sehen. Und darum, dass sie kaum Chancen haben als Flüchtlinge anerkannt zu werden, oder ein Aufenthaltsrecht zu erlangen - und darum, dies nicht hinzunehmen.


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