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Schutz für Schutzsuchende

ÄrztInnen fordern Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen

Führende MedizinerInnen kritisieren Gesundheitsversorgung von AsylwerberInnen als "miserabel" und fordern medizinische Basisversorgung und Hilfe für schwer traumatisierte Menschen.

Zwei Drittel nicht krankenversichert
Die Wartelisten von Flüchtlingen, die dringend psychologische und medizinische Hilfe brauchen, sind lang. Der notwendige Bedarf weit größer als das finanzierte Angebot. Die Gesundheitsversorgung von AsylwerberInnen ist miserabel. Zwei Drittel sind nicht krankenversichert.

Retraumatisierung
Hingegen reaktivieren Schubhaft, sachunkundige Gutachter im Asylverfahren oder permanente Abschiebungsgefahr das Erlittene aufs Neue.

Was zu tun ist:

Ein funktionierendes soziales Netz, stabile verständnisvolle Beziehungen und gesellschaftliche Anerkennung sind entscheidend für die Bewältigung des Traumas.

Menschen, die Folter- und Kriegstraumatisierungen erlitten haben, haben ein Recht auf medizinische und psychotherapeutische Betreuung –unabhängig von ihrer finanziellen Situation und von ihrem rechtlichen Status.

Ø Medizinische Basisversorgung für Flüchtlinge

Ø Erhöhung des Angebots kostenloser psychotherapeutischer Betreuung für Flüchtlinge mit Traumatisierung. Unterstützung der Gesundheitseinrichtungen für Folterüberlebende.

Ø Keine Schubhaft für Menschen mit Traumatisierung

Ø Gutachten im Asylverfahren nur gemäß anerkannter Richtlinien durch entsprechend ausgebildete und in der Therapie von Foltertraumata erfahrenen GutachterInnen.

Unterstützer/innen:
Univ.Prof.Dr Herbert Budka, Klinisches Institut für Neurologie, Wissenschafter des Jahres 1998
Univ.Prof.Max Friedrich, Univ.Klinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters
Ass.Prof.Dr. Alexander Friedmann,Ambulanz für transkulturelle Psychiatrie, AKH Wien.
Dr. Stefan Pöchaker, toxikologische Intensivstation, Wilhelminenspital Wien.
Dr. Beatrix Blaha-Hausner, Fachärztin für Kinder und Jugendheilkunde
OA Dr. Enrique Gutierrez,
Dr.Siroos Mirzaei, Nuklearmedizin, Wilhelminenspital Wien
OA Dr. Alexander Becherer, Univ.Klinik für Nuklearmedizin
Dr.Karl Wagner,
M.Hossein Tcharmtchi, Assistant Professor of Pediatrics
Dr. Margarida Rodrigues-Ratischat,
Dr.Elisabeth Gingrich, u.a.

Rückfragen:
Martin Schenk, Sozialexperte Diakonie Ö und Vorstandsmitglied von Hemayat (Betreuung von Folter- und Kriegsüberlebenden)


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