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Gustaves Abschiebung in den Kongo verhindern!

Gustaves Abschiebung konnte in letzter Sekunde verhindert werden.
Dokumentation, Hintergrundinfos und Fotos der Demo.

Der Vwgh hat die aufschiebende Wirkung der Beschwerde bzgl. der Unzulässigkeit der Abschiebung (§75 FrG) zuerkannt - gustave ist seit 20.6., ca. 17.30 aus der schubhaft raus und frei!

Nsayala Misitu, genannt Gustave (32), ist 1992 aus den Wirren des Bürgerkrieg im Kongo (Demokrat. Rep.) nach Europa geflüchtet – zuerst in Deutschland, später in Österreich, versuchte er als Flüchtling anerkannt zu werden, Asyl zu erhalten – Langjährige, langwierige Asylverfahren durch alle Instanzen und mehrmalig auch Höchstgerichte endeten im Frühjahr 2002 negativ.
Besorgte Verwandte, FreundInnen und UnterstützerInnen befürchten nun die drohende Abschiebung in das Bürgerkriegsland, über das auch in den hiesigen Medien immer wieder berichtet wird.

Seit 13. Mai befindet sich Gustave in Schubhaft, im "Polizeianhaltezentrum" (so wird übrigens neuerdings das frühere Polizeigefangenenhaus, wo auch Schubhäftlinge festgehalten werden) in der Rossauer Lände "zur Sicherung der Abschiebung" – Das Heimreisezertifikat von der kongolesischen Botschaft für die Abschiebung ist vor kurzem bei der Fremdenpolizei eingetroffen, ein Flugticket wurde von dieser schon bestellt.

Das dem Asylverfahren folgende Verfahren bezüglich der "Unzulässigkeit der Abschiebung" (§ 75 Fremdengesetz) wurde von der Fremdenpolizei, als auch der Sicherheitsdirektion, so Gustavs langjähriger Rechtsvertreter und Betreuer von der Deserteurs – und Flüchtlingsberatung "...mehr als dürftig durchgeführt - auf die dramatische Situation in seinem Heimatland wird gar nicht eingegangen, sein Gesundheitszustand wird als im Verfahren deplaziert abgetan – das ist schlicht rechtswidrig und skandalös!"

So hat jetzt am Montag, 16.6. der engagierte Wiener Rechtsanwalt Dr. Lennart Binder eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingebracht. Bleibt zu hoffen, daß von dort eine schnelle positive Vorentscheidung ergeht, da dort anhängige Verfahren oft Jahre dauern - damit Gustave nicht, wie schon des öfteren geschehen, in der Zwischenzeit schon längst abgeschoben wurde.

Zu seinem oben bereits erwähnten Gesundheitszustand: Gustave war vor 2 Jahren wegen einer Lungenkrankheit längere Zeit im Spital und auch dannach noch in Behandlung – durch die Umstände und Belastung der Schubhaft hat sich sein Gesundheitszustand wieder verschlechtert - aus der Schubhaft wurde er ins Wiener AKH zur Untersuchung vorgeführt, die allerdings nur mangelhaft war. Derzeit gilt Gustave noch als "haftfähig" und somit wahrscheinlich "transportfähig"...

Engagierte Verwandte, FreundInnen und UnterstützerInnen halten am Dienstag, 17.6. 20 h vor dem "Polizeianhaltezentrum" in der Rossauer Lände ( Rossauer Lände 7-9 , zwischen U Schottenring/Rossauer Lände) eine erste Mahnwache für Gustave ab und fordern seine Freilassung – weitere Aktionen werden folgen!

Helft mit, diese Abschiebung zu verhindern und protestiert bei den verschiedensten Stellen:


Fremdenpolizei:
Telefon: zuständiger "Sachbearbeiter": Hr Schmutzer 427920/34051

Journalgeneraldirektion öffentliche Sicherheit: Telefon: +43-1-5326-3200

Bundespolizeidirektion Wien Journaldienst: Telefon: +43-1-31310-7235

Telefonischer Informationsdienst des Flughafen Wien:
Telefon: +43-1-7007-22233 email: public.relations@aua.com


Weitere Links zum Text:

Aktuelle Infos zur Lage Lage im Kongo:

Tägliche updates zu Kongo (englisch) auf >> http://allafrica.com/ <<
Länderinformationen bei European Country of Origin Information Network, >> ecoi.net <<
Länderinformation bei >> Human Rights Watch <<


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