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Peany M. ist frei ! Danke an alle, die meine Deportation verhindert haben

Hochzeitsfoto von Nelly und Peany

Hochzeitsfoto von Nelly und Peany

Frau Nelly S. ist seit Herbst 2004 mit ihrem Mann, Peany M., geb. 1984, verheiratet und sie erwarten ein Baby. Seit 18. Dezember 2004 war er in Schubhaft und sollte nach Nigeria abgeschoben werden. Aufgrund zahlreicher Interventionen wurde er am 11.1.2005 entlassen!!!!

Wir hielten dies eigentlich schon für sehr unwahrscheinlich, da die Referentin der Fremdenpolizei bereits ein Heimreisezertifikat für seine Abschiebung nach Nigeria bestellt hatte und uns am 5.1. über die geplante Abweisung seines Antrags auf Niederlassungsbewilligung informierte - Sie meinte heute nach Aussagen von Peanys Frau, dass er - ginge es nach ihrem Willen - "bereits in Afrika wär", aber es gab "Interventionen von oben".

Wir sollen alle UnterstützerInnen von Nelly und Peany ganz lieb grüssen lassen und sie bedankt sich aus ganzem Herzen für Eure Unterstützung, sie ist überglücklich und optimistisch, dass er nun doch ein Aufenthaltsrecht bekommen wird und auch arbeiten darf doch momentan sind die beiden nur mehr am Feiern...

Die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung möchte sich ganz herzlichbei allen bedanken, die nach ihren Möglichkeiten interveniert haben, zeigt dieser Fall doch, daß in humaniträen Einzelfällen mit viel Engagement, Öffentlichkeit und politischem Druck doch noch kleine Wunder möglich ist. Ganz besonders danken möchten wir den Penzinger und Wiener Grünen, und den zahlreichen Online Medien (no-racism.net, ÖH, Bunte Zeitung, Al-Asr.net, GAJ ...) und Radio Orange, die sich des Falles angenommen haben und für die notwendige Öffentlichkeit gesorgt haben.

Aller Freude zum Trotz möchten wir auch auf die vielen anderen Menschen aufmerksam machen, die noch in Schubhaft sitzen und nicht das Glück haben, eine schwangere und derart engagierte Frau zu haben. Wir wollen und dürfen auch auf sie nicht vergessen und fordern weiterhin die Abschaffung der Schubhaft!

Kommt alle zur Lärmdemo am 20.1. um 18 h Treffpunkt Schubhaft Rossauer Lände (Nähe U2/U4 Schottenring) und bringt zahlreiche Instrumente und Lärmgerätschaften mit, die Gefangenen wollen uns hören!


Danke an alle, die meine Deportation verhindert haben


Ich möchte mich bei allen Kräften bedanken, die mitgeholfen haben, meine Abschiebung zu verhindern, dass ich hier mit meiner Frau leben kann und nicht nach Nigeria deportiert wurde.

Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich im Jänner 2005 aus dem Gefängnis entassen wurde und nun meiner Frau bei der Bewältigung des Alltags helfen kann. Als ich in Schubhaft war, waren meine Gedanken ständig bei ihr, dass sie nun alles alleine schaffen muss, aber ich bin sehr stolz, sie hat viel erreicht:

In einem Brief vom Innenministerium (21.1.2005) steht, dass mein Aufenthaltsverbot aus humanitären Gründen aufgehoben werden wird, wir warten noch auf die Bestätigung darüber. Ich bin sehr froh, dass es gegen mich kein Aufenthaltsverbot mehr gibt, und hoffe, dass ich sehr bald eine Niederlassungsbewilligung bekommen werde.

Gleich nachdem ich entlassen wurde, waren wir beim AMS und ich erhielt eine Bestätigung, dass ich nun Arbeit suchen kann, weil ich als Angehöriger einer Österreicherin keine Beschäftigungsbewilligung brauche.

Ich habe dort auch einen Intensiv Deutschkurs 5 Tage pro Woche vermittelt bekommen, der ein halbes Jahr dauern wird. Daneben darf ich geringfügig arbeiten, ich arbeite bei der MA 48.

Wenn ich den Deutschkurs fertig habe und besser deutsch spreche, möchte ich einen besseren Job machen, um für meine Familie zu sorgen. Meine Frau ist im 5. Monat schwanger und wir freuen uns beide auf das Baby.

Ich möchte mich bedanken für die Chance auf einen neuen Lebensabschnitt!


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