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Aufruf zur Demo

Melitus ist 2005 aus Nigeria nach Österreich gekommen. Seitdem verkauft er vor dem Thalia auf der Linzer Landstraße die Straßenzeitung Kupfermuckn. Jetzt ist er von der Abschiebung bedroht. Die Organisator*innen rufen zur Demo auf, die am Freitag, 18.02.2011, um 15:30 im Schillerpark in Linz startet.

Melitus verkauft seit Jahren auf der vor Thalia auf der Linzer Landstraße die „Kupfermuckn“, spricht deutsch und hat in Österreich viele FreundInnen gefunden. Er hat unzählige Unterschriften gesammelt, die zeigen sollen, dass Melitus in Österreich voll integriert ist.

Melitus ist vor fast sechs Jahren aus Nigeria geflohen. In seiner Heimatstadt tobt ein Konflikt, ausgelöst durch den Konzern Shell, der dort Erdöl fördert. Es kam zu blutigen Auseinandersetzungen mit einem benachbarten Dorf, im Zuge derer sein Haus und Besitz niedergebrannt, FreundInnen ermordet und er selbst im ganzen Land gesucht wurde. Familienmitglieder von Melitus wurden, während er gesucht wurde, attackiert und krankenhausreif geprügelt.

Das alles ist den Behörden egal. Melitus wurde aufgefordert, das Land binnen weniger Wochen zu verlassen. Es droht eine Abschiebung, die für ihn tödlich enden kann.

Freund*innen von Melitus, Anti-Abschiebungs-Aktivist*innen und politische Organisationen, die sich für ein Bleiberecht einsetzen fordern ein unbefristetes Bleiberecht für Melitus!

Melitus ist kein Einzelschicksal. Praktisch täglich ist jemand von Abschiebung bedroht. Doch durch öffentlichen Druck kann eine solche unmenschliche Politik gehörig ins Wanken kommen. So wurden einige Abschiebungen durch eine Reihe von Schulstreiks, Demonstrationen und Blockaden in letzter Sekunde verhindert.

Es ist nötig, den rassistischen Gesetzen entgegenzutreten!
Finger weg von unseren Freund*innen!
Kein Mensch ist illegal!


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