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23 häufig gestellte Fragen. 23 Antworten: Arbeitsmarktzugang für Asylwerber*innen

Wie sieht der Arbeitsmarktzugang von Asylwerber*innen in Österreich aus? Dürfen Asylwerber*innen eine Lehre machen? Wo finden Asylwerber*innen überhaupt Beschäftigung? Was ist Saisonarbeit? Was regelt der sogenannte Bartenstein-Erlass? Welche Konsequenzen hat eine Erwerbsarbeit für den Bezug der  Grundversorgung? Welche Auswirkungen hätte ein unbeschränkter Arbeitsmarktzugang für  Asylwerber*innen? Und welche Positionen vertreten die Sozialpartner*innen?

23 Antworten finden sich auf arbeitsmarktzugang.prekaer.at

Eine Orientierungshilfe in der aktuellen Diskussion um den Arbeitsmarktzugang von Asylwerber*innen, die die Absurdität de facto kaum überwindbarer Zugangsbeschränkungen weiter sichtbar machen und einen Beitrag zu lange überfälligen Veränderungen leisten soll: Für einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt! Die FAQs wurden erstellt in Kooperation mit asylkoordination österreich, Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen und helping hands.


Die Refugee Proteste als Katalysator für realpolitische Veränderungen!

Seit mittlerweile drei Monaten dauern die größten selbstorganisierten Proteste von Geflüchteten, Asylwerber*innen und Sans Papiers (Menschen ohne Papiere) in Österreich an. Eine ihrer drängendsten Forderungen war von Anfang an ein freier Zugang zum Arbeitsmarkt. Mittlerweile findet eine längst überfällige Debatte zum Thema Arbeitsmarktzugang statt. Eine Debatte, die es in dieser Intensität davor nicht gab und als Erfolg der Proteste verbucht werden kann.

Die folgenden FAQs ("Frequently Asked Questions" bzw. "Häufig Gestellte Fragen") sollen als Orientierungshilfe in der aktuellen Diskussion um den Arbeitsmarktzugang von Asylwerber*innen dienen. So wird der Status Quo der relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen kurz, aber präzise erklärt, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Die aktuelle Rechtslage drückt sich unter anderem in einer Vielzahl von verschiedenen Aufenthaltstiteln und Zugangsbeschränkungen zum Arbeitsmarkt aus. Häufig haben diese zur Folge, dass Menschen aus Nicht-EU/EWR-Ländern von Rechts wegen nicht für sich und ihre Familien sorgen dürfen. Die bürokratischen und rechtlichen Hürden kommen einem De facto-Arbeitsverbot gleich.
Die Absurdität dieses Status-Quo ist zwar offenkundig, dennoch ist sie für viele Menschen eine alltägliche Realität. Vor diesem Hintergrund geht es darum deutlich zu machen: Wer hier lebt, muss auch hier arbeiten dürfen.

Eine Aufhebung der faktisch kaum überwindbaren Zugangsbeschränkungen ist zwar eine schon lange bestehende Forderung diverser NGOs, blieb aber bis dato ungehört. Ein gesellschaftlicher Wandel in diesem Bereich hat nun auch bis hinauf zu den Sozialpartner*innen stattgefunden und zu einem langsamen Umdenken bisheriger Regulierungen zugunsten gesellschaftlich adäquaterer Maßnahmen geführt. Entsprechend gilt es, die durch die aktuellen Flüchtlingsproteste in Gang gesetzte Debatte zu nutzen, um ausgehend von den unterschiedlichen Bedürfnis- und Interessenlagen endlich eine sinnvolle Reform auf den Weg zu bringen. Diesem Zweck sollen die Website http://arbeitsmarktzugang.prekaer.at und die dort präsentierten FAQs dienen.

Rückfragen:
arbeitsmarktzugang (ät) prekaer.at


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