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Deserteure aus dem ehem. Jugoslawien

Jene nach Österreich geflohenen Deserteure und Wehrdienstverweigerer waren der Auslöser dafür, dass die Beratungsstelle gegründet wurde. Desertion ist kein anerkannter Fluchtgrund. Im Zentrum der ablehnenden Bescheide steht , daß die Asylwerber staatliche Gesetze nicht befolgt haben und das der Heimatstaat ein Recht habe, sie dafür zu bestrafen. Eine solche, "auch schwere" Strafe sei nicht als Verfolgungshandlung zu werten.

Die ersten kamen Ende 1991 und waren Verweigerer des Krieges jugoslawisch–kroatischen und später des jugoslawisch –bosnischen Krieges. Weiters kamen Kosovo – Albaner, die vor der Einberufung zur jugoslawischen Armee geflohen sind. Sie haben sich heute in Österreich großteils eine neue Existenz aufgebaut und viele leben nun schon viele Jahre in Österreich, wenige sind auch zurückgekehrt.

Wir waren Feinde - Podiumsdiskussion und Workshop

Zehn Jahre nach Beendigung des Bürgerkrieges im ehemaligen Jugoslawien treten drei Ex-Soldaten aus den einander bekämpfenden Volksgruppen nun auch in Wien miteinander in einen öffentlichen Dialog.

Deserters and Draft Resisters in the Austrian Asylum-Regime

Deserters in the conflicts in former Yugoslavia - No place between the chairs?
Deserters as Refugees in Western Europe, Practice in Austria, regarding deserters from the Kosovo-war


Amnesty law - Ofizielles Amnestiegesetz

Amnestiegesetz betreffend jugoslawische Deserteure

VwGH - Entscheidung: Asyl für YU- Deserteure möglich!

Der Verwaltungsgerichtshof entschied in teilweiser Abkehr von seiner bisherigen Rechtssprechung bezüglich Desertion: Asyl kann auch Soldaten zuerkannt werden, die vor einem gegen "Prinzipien und Ziel der UNO" gerichteten Kriegseinsatz desertieren. Anlaßfall war ein jugoslawischer Soldat, der während des Kosovo-Krieges 1999 und dem Einsatz jugoslawischer Armee gegen AlbanerInnen desertierte und nach Österreich flüchtete.


Die Worte an den Taten messen

Während des NATO-Krieges wurden die Soldaten der jugoslawischen Armee vom Westen aktiv zur Desertion ermuntert. Was geschah mit den mutigen Menschen, die den Versprechungen und ihrem Gewissen folgten und ins nordwestliche Ausland flohen?


The forgotten resisters in Yugoslavia

The plight of conscientious objectors to military service after the conflict in Kosovo
Bericht von Amnesty international im Oktober 1999

Wann wer verfolgt wird, bestimmen wir.

Kein anderes Land versteht es wie Österreich, sich als blühender Garten des Humanismus darzustellen und ihn gleichzeitig bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit der größten Selbverständlichkeit und der harmlosesten Miene zu mißachten und zu untergraben. Daß in diesem Land der NATO-Krieg gegen das Völkerrecht und vorgeblich für das Menschenrecht den tatsächlichen Vollzug der Menschenrechte zeitweilig begünstigt hat, ist zwar fragwürdig, wäre aber dennoch zu begrüßen, wenn es dabei bliebe. Ein Schadensbericht