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SpenderInneninfo 2003: Jammern hilft nix ...

Sich wehren hilft oft... Lösungen suchen hilft meistens... wenn auch in kleinen Schritten
Unterstützung hilft allen: Denn wir möchten noch viel mehr tun...

Jammern hilft nix...
Aber Anlässe zum Jammern gäb’s genug: Hunderte AsylwerberInnen ohne Unterkunft und medizinische Versorgung – und es wird Winter!. Eine Asylgesetznovelle, die Ausweisung bei laufendem Verfahren ermöglichen wird. Und unzählige Flüchtlinge, die in Österreich und in der EU eine Perspektive suchen, auch wenn sie nicht willkommen sind.

Sich wehren hilft oft...
und deshalb probiert’s die Deserteurs- und Flüchtlings-beratung auch. Zu Gesetzesentwürfen schreiben wir Stellungnahmen. Auf unserer homepage finden sich sowohl Analysen zur Asylpolitik, als auch Rechtsinformationen in vorerst vier Sprachen, um direkt „Erste-Hilfe“ leisten zu können. Aber auch gegen Ungerechtigkeit im Einzelfall, können wir sehr laut werden und unsere KlientInnen verteidigen:
Gegen die ungerechtfertigte Schubhaftnahme und geplante Abschiebung eines Klienten in die DR Kongo setzten wir auf die Beschwerde eines Anwalts und auf das Rechtsempfinden und die Empörung vieler anderer: die spontan auf die Beine gestellte Demonstration und mediale Berichterstattung trugen zur Entlassung, und damit zu einem vorläufigen Erfolg bei. mehr info >>

Lösungen suchen hilft meistens...
zum Beispiel jener schwangeren Asylwerberin, die zwar im Rahmen der Bundesbetreuung – der staatlichen Versorgung für Flüchtlinge – untergekommen war, aber von einem Tag auf den anderen von Wien in ein abgelegenes Dorf wechseln sollte. Dass dort die erforderliche gynäkologische Behandlung nicht verfügbar gewesen wäre, störte die Behörde kaum.
12 Stunden Zeit um gegen die Verlegung ein medizinisches Gutachten einzubringen sind wenig. Doch es ging sich aus. Wien hat ein entzückendes Kind mehr.

Dann gibt’s da auch noch einige KlientInnen, für die eine befristete Aufenthaltsbewilligung im Asylverfahren erreicht werden konnte. Asyl ist selten bei unseren KlientInnen, die oft erst bei bereits drohender Abschiebung zu uns finden. Für diese konnten in vielen Fällen rechtliche Einwände gegen eine Abschiebung geltend gemacht werden – in etwa fünf Fällen saßen die Betreffenden bereits in Schubhaft.

...wenn auch in kleinen Schritten

Unter der erzwungenen Untätigkeit – AsylwerberInnen bekommen nur in Ausnahmefällen eine Arbeitsbewilligung – leiden alle. Ein paar unserer Klienten haben einen neuen wöchentlichen Fixpunkt: denn jetzt gehen sie kicken: Mit Ligazugehörigkeit, und Trainer, mit Dressen und allem, was dazugehört. mehr info >> Die meisten von ihnen besuchen auch unseren Deutschkurs. Auch der ist einer von vielen Lösungsansätzen: mit der Möglichkeit, sich zu verständigen, wird ein Stück Selbstbestimmung in einer Landschaft aus Warten, Warten, Warten zurückerobert. mehr info >>

Unterstützung hilft allen
Von einer Spende profitieren alle, von denen hier die Rede ist: AsylwerberInnen, BeraterInnen, das Deutschkursteam, die Fußballspieler. Auch wenn ca. 70 % unserer Arbeit ehrenamtlich erfolgt: wir benötigen ein Jahresbudget von rund 22 000 Euro. Ein Drittel davon muss aus Spenden kommen. Dafür ersuchen wir Sie um Ihre Unterstützung.

Denn wir möchten noch viel mehr tun...


DANKE!!!


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