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UNHCR Preis 1998
Thema: Hilfe für illegalisierte Schutzbedürftige
Preisträgerin 1998: Deserteurs- und Flüchtlingsberatung
Im Juni reichte die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung eine Darstellung ihrer Arbeit und Empfehlungsschreiben für den UNHCR – Preis ein. So richtig daran geglaubt hat niemand – aber man kann´s ja probieren. In die nach Ausfall von zwei Drittel der Subventionen, der Einstellung von Aufwandsentschädigunge oder gar Honoraren für die BeraterInnen kam im November ein Anruf mit dem niemand gerechnet hatte....
Viel Besser als Lotto
Zunächst einmal ist zu sagen, daß wir uns ganz einfach freuen. Sehr, sehr freuen. Aus mehreren Gründen. Zum einen ist es uns möglich, die verlorenen Subventionen vom letzen Jahr auszugleichen. Wir haben wieder Geld für die Weiterarbeit. Dies ist der eine Grund.
Leben ohne Papiere...
Die Möglichkeiten , diesen Menschen zum Wiederfinden eines menschenwürdigen Lebens zu helfen sind leider oft begrenzt. Stichworte: die Hürde der "Drittlandsklausel", das durch das Schengener Abkommen erzeugte Weiterreichen von Flüchtlingen.
... erfordert Beratung mit viel Papier
Das Wort Beratung deutet eine Selbstständigkeit der Beratenen an, die leider nicht zu realisieren ist – und das liegt nicht an der persönlichen Unselbstständigkeit unserer KlientInnen.
Das Gewicht der öffentlichen Sicherheit, Ruhe und Ordnung
Illegalisiert zu leben bedeutet die völlige Rechtlosigkeit und leicht wird übersehen, daß es Rechte gibt, die unteilbar, unabhängig sind von Staatsbürgerschaft und Aufenthaltsbewilligung. Es gibt Menschenrechte, die in ihrer Gesamtheit das umschreiben, was für österreichische StaatsbürgerInnen normal erscheint: ein menschenwürdiges, normales Leben.