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Gedenkveranstaltung für die Opfer der NS-Militärjustiz 2006

Wehrmachtsdeserteur Richard Wadani vor dem Gedenkstein im Wiener Donaupark, 27.10.2006

Wehrmachtsdeserteur Richard Wadani vor dem Gedenkstein im Wiener Donaupark, 27.10.2006

Terezija Stoisits und Richard Wadani vor dem Gedenkstein

Terezija Stoisits und Richard Wadani vor dem Gedenkstein

Richard Wadani bei der Ansprache vor dem Gedenkstein im Donaupark

Richard Wadani bei der Ansprache vor dem Gedenkstein im Donaupark

Gedenkstein im Donaupark, Wien 22 mit Kranz für Wehrmachtsdeserteure

Gedenkstein im Donaupark, Wien 22 mit Kranz für Wehrmachtsdeserteure

TeilnehmerInnen an der Gedenkkundgebung

TeilnehmerInnen an der Gedenkkundgebung

Lageplan des Denkmals für die Opfer der NS-Militärjustiz an der ehemaligen NS-Hinrichtungsstätte „Militärschießplatz Kagran“

Lageplan des Denkmals für die Opfer der NS-Militärjustiz an der ehemaligen NS-Hinrichtungsstätte „Militärschießplatz Kagran“

Fr, 27.10.2006, 11:00
Am „Militärschießplatz Kagran“ starben zwischen 1938 und 1945 Hunderte wegen Fahnenflucht oder Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilte Wehrmachtssoldaten im Kugelhagel von Erschießungskommandos. Hier treffen sich nun die letzten überlebenden Wehrmachtsdeserteure zu einer Kranzniederlegung für jene Soldaten, die vom NS-Terrorregime ermordet wurden.

WO SIND DIE DESERTEURE?
WO SIND DIE ELTERN, SIND DIE FREUNDE, DIE BRÜDER UND SCHWESTERN
DIESER ERSCHOSSENEN DESERTEURE, DEREN LEICHEN MAN
AUF DIE SCHWELLE DES FRIEDENS HÄUFTE?
DIE ERMORDETEN SELBST KÖNNEN NICHT MEHR SPRECHEN,
SIE FIELEN DEM TÖTUNGSRAUSCH ZUM OPFER, DEN DAS GESETZ BEFAHL,
DEN AUSZUFÜHREN HENKER GENUG BEREITSTANDEN. DIE HENKER LEBEN NOCH, SIE ÜBERLEBEN IMMER
 –  WO ABER SIND DIE DESERTEURE, DIE IHR LEBEN RETTEN KONNTEN?


Das Personenkomitee „Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz“ lädt Sie herzlich zur Gedenkveranstaltung für die Opfer der NS-Militärjustiz an der ehemaligen NS-Hinrichtungsstätte „Militärschießplatz Kagran“ ein. Dort starben zwischen 1938 und 1945 Hunderte wegen Fahnenflucht oder Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilte Wehrmachtssoldaten im Kugelhagel von Erschießungskommandos. Hier treffen sich nun die letzten überlebenden Wehrmachtsdeserteure zu einer Kranzniederlegung für jene Soldaten, die vom NS-Terrorregime ermordet wurden.


Freitag, 27.10.2006, 11.00 Uhr

Gedenkstein im Donaupark, Wien 22

Ablauf der Veranstaltung:

Begrüßung durch Richard Wadani (Wehrmachtsdeserteur und Sprecher des Personenkomittees)
Kurze Ansprache von Terezija Stoisits
Kranzniederlegung.

Wir würden uns sehr über Ihr Kommen freuen. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Hannes Metzler unter 0676-702 96 11 oder pkdeserteure@gmx.at

 
UND WO SIND DIE DESERTEURE,
DIE SICH IN DEN ZERSTÖRTEN STÄDTEN VERBARGEN,
IN DÖRFERN UND WÄLDERN, WARTEND AUF DIE ALLIIERTEN,
DIE FÜR SIE DAMALS WIRKLICHE BEFREIER WAREN?
HABEN SIE ANGST VOR DEN GRÜNDLICH IHNEN EINGEIMPFTEN PHRASEN,
DIE FAHNENEID, VATERLAND, KAMERADSCHAFT HEIßEN?"

HEINRICH BÖLL, 1953


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